Vogelschutz- und Zuchtverein Weiterstadt e.V.
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Vogelschutz-und Zuchtverein Weiterstadt e.V. Mitglied im Vogelzüchterverband Rhein-Main (LV 04)  AZ - Ortsgruppe Darmstadt
Haltung und Zucht von Stieglitzen (Unterart: Carduelis Carduelis)   Als   Unterscheidungsmerkmal   der   Geschlechter   kann   beim Männchen   mehr   Rot   am   Kopf,      sowie   die   fast   schwarzen Flügeldecken    als    Unterscheidungsmerkmal    genommen werden.   Beim   Weibchen   reicht   das   Rot   meist   nur   bis   ans Auge   und   die   Flügeldecken   sind   kleiner   und   bräunlich durchsetzt. Der    Stieglitz    sollte    ganzjährig    in    einer    geschützten Außenvoliere untergebracht werden, um mit dem natür-
lichen    Jahresrhythmus    die    Zucht    ab    Mitte    Mai    zu    gewähren.    Ganzjährig    in Innenvolieren gehaltene Stieglitze schritten bei mir nie zur Brut. Nachdem   sich   die   Paare   in   der   großen   Voliere   gefunden   haben,   werden   diese   dann   in kleinere   Volieren   paarweise   untergebracht.   Zur   Zucht   werden   Drahtkörbchen   sowie Kaisernester  angeboten. Ab April werden bereits Löwenzahnköpfe sowie Vogelmiere als Grünzeug verfüttert. In   täglichen   Abstand   werden   dann   meist   bis   fünf   Eier   gelegt   .   Die   Brutzeit   beträgt   ca. 13 Tage. Eifutter   wird   zwar   auch   angeboten,   doch   nur   in   geringen   Mengen   den   Jungtieren   ver- füttert. Da   der   Löwenzahn   meist   nur   bis   Ende   Mai   blüht,   werden   zeitig   im   April   die   gesam- melten Löwenzahnköpfe eingefroren und später an die Jungen verfüttert. Die   zweite   Brut   wird   meist   im   Juli   mit   blühenden   Disteln   durchgebracht,   wobei   diese eingefroren verschmäht werden. Die   Beringung   sollte   man   erst   durchführen,   wenn   die   ersten   Kotballen   auf   dem   Nest liegen (ab dem 7./8. Tag), da die Alttiere sonst die Jungtiere aus dem Nest befördern. Als    Körnerfutter    wird    ganzjährig    ein    Waldvogelfutter    mit    kleineren    Sämereien gereicht. Taubensteine und Vogelgritt sollten ausreichen vorhanden sein.
Fotos & Text : Dirk Ludwig